Advertisement

Kannten unsere Altvorderen keine Kompetenzen?

  • John ErpenbeckEmail author
  • Werner Sauter
Chapter

Zusammenfassung

Der Kompetenzbegriff, so wie wir ihn heute nutzen, ist noch nicht allzu lange in Gebrauch, hat aber eine lange, wechselvolle Geschichte. Noch interessanter als mannigfaltige Begriffsanalysen und -ableitungen ist die Frage, warum die wichtigsten modernen Nutzungsformen des Kompetenzbegriffs fast punktgenau Anfang der 1960er-Jahre entstanden, warum es notwendig schien, althergebrachte pädagogische Denkwege um die des Kompetenzdenkens zu erweitern und warum die Kompetenzorientierung ab 2000 eine so unglaubliche Karriere machte. Mehrere voneinander unabhängige Quellen für das moderne Kompetenzdenken, die eine besondere Rolle spielen, sind Noam Chomsky, Sprach- und Sozialwissenschaftler, Roger W. White, Motivationspsychologe, David McClelland, Pionier der Kompetenzerfassung und Heinrich Roth, Anthropologe. Eines wird deutlich, auch die kommenden Generationen wird die Kompetenzkatastrophe weiter beschäftigen.

Literatur

  1. Arnold R, Schüßler I (Hrsg) (2010) Ermöglichungsdidaktik: Erwachsenenpädagogische Grundlagen und Erfahrungen, 2. Aufl. Schneider Verlag, HohengehrenGoogle Scholar
  2. Baacke D (1973) Kommunikation und Kompetenz. Juventa, MünchenGoogle Scholar
  3. Berg I (1974) Education and jobs – the great training robbery. Praeger, East RutherfordGoogle Scholar
  4. Brohm M (2009) Sozialkompetenz und Schule. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde zu Gelingensbedingungen sozialbezogener Interventionen. Juventa, Weinheim, S 15–60Google Scholar
  5. Chomsky N (1965) Aspekte der Syntax – Theorie, Frankfurt a. M. (1969, S 14)Google Scholar
  6. Eberhard G (2010) Quo vadis, philosoph und philosophin? Dissertation. Kassel. https://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2010070633666/3/DissertationGuidoEberhard.pdf. Zugegriffen: 12. Febr. 2015
  7. Erpenbeck J, Heyse V (1998) Die Kompetenzbiografie. Waxmann, MünsterGoogle Scholar
  8. Heitkämper P (2000) Die Kunst erfolgreichen Lernens, Handbuch kreativer Lehr- und Lernformen. Junfermann, PaderbornGoogle Scholar
  9. Kauffeld S (2012) Nachhaltige Weiterbildung. Betriebliche Seminare und Trainings entwickeln, Erfolge messen, Transfer sichern. Springer, BerlinGoogle Scholar
  10. Kloepfer I (2019) Privatschulen bringen den Reichen nichts. FAZ, 28. April 2019, S 21Google Scholar
  11. Koch H-A (2008) Die Universität. Geschichte einer europäischen Institution. WBG, DarmstadtGoogle Scholar
  12. Konrad F-M (2012) Geschichte der Schule. Von der Antike bis zur Gegenwart, 2. Aufl. Beck, MünchenCrossRefGoogle Scholar
  13. Mandl H, Reinmann-Rothmeier G (2001) Wissen managen. Das Münchener Modell, LMU, MünchenGoogle Scholar
  14. McClelland D (1971) Testing for competence rather than for intelligence. Public lecture given at the educational testing service. American Psychologist, Princeton Google Scholar
  15. Roth H (1971) Pädagogische Anthropologie, Bd II: Entwicklung und Erziehung. Schroedel, BraunschweigGoogle Scholar
  16. Städtler T (2010) Die Bildungshochstapler. Warum unsere Lehrpläne um 90 % gekürzt werden müssen. Spektrum, HeidelbergGoogle Scholar
  17. Thomsen J (2015) Jährlich 1000 Privatschüler mehr. Berliner ZeitungGoogle Scholar
  18. VdP – Verband Deutscher Privatschulverbände e. V. (2015) Privatschulen – die gefragte Alternative. Pressemitteilung zu einer Forsastudie. http://www.Privatschulen.de/images/stories/PDF/Pressemitteilungen/2015/PM_07-15_PK_forsa_Umfrage_150422.pdf
  19. von Humboldt W (1963) Werke in fünf Bänden. Band III: Schriften zur Sprachphilosophie. Cotta’sche Buchhandlung, StuttgartGoogle Scholar
  20. Wapnewski P (1994) Zuschreibungen. In: Wagner F, Maaz W (Hrsg) Gesammelte Schriften. Weidmann, HildesheimGoogle Scholar
  21. Weber WEJ (2002) Geschichte der europäischen Universität. Kohlhammer, StuttgartGoogle Scholar
  22. White RW (1959) Motivation reconsidered. The concept of competence. Psychol Rev 66(5):297–333Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Steinbeis UniversitätBerlinDeutschland
  2. 2.WeQ Alliance eGBerlinDeutschland

Personalised recommendations