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Markenbildung im Krankenhaus – aus Sicht der Gesundheitseinrichtung

  • Jane SaftigEmail author
Chapter
Part of the Erfolgskonzepte Praxis- & Krankenhaus-Management book series (ERFOLGSPRAXIS)

Zusammenfassung

In diesem Kapitel wird das Thema Markenbildung im Krankenhaus aus Sicht der Gesundheitseinrichtung behandelt. Die Thematik wird mittels einer Literaturrecherche beleuchtet und die Aussagen werden durch Argumente eines Interviews mit Peter Pirck, dem Geschäftsführer der Brandmeyer Markenberatung in Hamburg, gestützt. Als Hauptziel des Markenbegriffes in diesem Kontext wird „Vertrauen in die Krankenhausmarke zu schaffen“ beschrieben. Der Aufbau der Marke sollte auf die Zielgruppen Patient_innen, Zuweiser_innen und das interne Personal zugeschnitten sein. Durch Stärkenanalysen, die Definition und Positionierung von Kommunikationszielen und die Ausrichtung aller Kontaktpunkte des Krankenhauses kann die Entwicklung einer Marke umgesetzt werden. Außerdem wird die rechtliche Situation in Bezug auf Internetwerbung von Krankenhäusern mithilfe der Gesetze des Heilmittelwerbegesetzes, des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb und des Standesrechtes, beschrieben. Anschließend wird die Spezialisierung auf bestimmte Fachbereiche im Rahmen von Stärkenanalysen als Chance für eine hohe Expertise und Innovationskraft beschrieben. Trotzdem wird die Ökonomisierung des Gesundheitswesens auch als Gefahr identifiziert, da nicht immer medizinische Belange im Fokus stehen und falsche ökonomische Anreize durch Schwachstellen im diagnosted related groups (DRG)- System gesetzt werden. Es gilt den Markenbegriff im Krankenhaus richtig auszulegen und es bedarf einer ethischen Herangehensweise. Fokus der Markenbildung im Krankenhaus sollten immer kommunikations- und verhaltensbezogene Maßnahmen sein.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Projekt- und QualitätsmanagementHochschule für Angewandte Wissenschaften HamburgHamburgDeutschland

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