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Qualifizierung der Mitarbeiter im Bereich PQM

  • Elif ÖlkiEmail author
Chapter
Part of the Erfolgskonzepte Praxis- & Krankenhaus-Management book series (ERFOLGSPRAXIS)

Zusammenfassung

Das Gesundheitswesen stellt sich mit 4,8 Mio. Beschäftigten als größter und expansivster Wachstums- und Beschäftigungsmarkt in Deutschland dar. Der Bedarf einer Mitarbeiterqualifizierung erweist sich als erforderlich, da im Zuge des demografischen Wandels die Bevölkerung älter wird, was sich in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bemerkbar macht. Die Mitarbeiterqualifikation fällt im PQM in den Bereich des Personalmanagements, welches die Personalentwicklung beinhaltet und die Qualifizierung der Mitarbeiter_innen umfasst. Die Personalentwicklung lässt sich einteilen in die Tätigkeitsbereiche: Ausbildung, Fortbildung, Weiterbildung und Kompetenzentwicklung. Der steigende Pflegebedarf erfordert notwendiges qualifiziertes Personal. Das Hauptziel der Mitarbeiterqualifikation ist nicht die Behebung von Mängeln, sondern die Stärkung und Erweiterung von Wissen und sollte an die Belegschaft angepasst werden. Schon im Bewerbungsverfahren ist von Anbeginn ein Anforderungsprofil zu empfehlen. Bei der bestehenden Belegschaft kann sowohl eine Bedarfsanalyse, welches sowohl Fach-, Methoden-, Sozial- und Personalkompetenz umfasst, als auch eine Personalbedarfsbestimmung und eine Potenzialbeurteilung durchgeführt werden. Mitarbeiterqualifikation lässt sich einteilen in dispositive (Planung) und operative (Umsetzung) Maßnahmen. Die operativen Maßnahmen einer Mitarbeiterqualifikation belaufen sich auf Einarbeitungskonzepte, Beurteilungsbögen, Personalgespräche, Arbeitsstättenverordnungen, Stellenbeschreibungen, Mitarbeiterbeurteilungen, Rückkopplungsgesprächen sowie Gesprächs- und Fragetechniken. Trotz vieler Vorteile aus Sicht des Kostenträgers wird die Mitarbeiterqualifizierung im Gesundheitswesen vernachlässigt und als Oberbegriff verschiedener Arbeitseinteilungen verwendet. Zudem nehmen ältere Beschäftigte Qualifizierungsangebote weniger wahr als jüngere Beschäftigte, was die Umsetzung und Durchführung erschwerten. Jedoch unterstützen nur wenige Kostenträger die Mitarbeiterqualifikation, selten ist die Bereitstellung von notwendigen Ressourcen vorgesehen. Nachteilig wirkt sich der Anstieg der Akademiker und der Rückgang der Beschäftigten im mittleren Qualifikationsbereiches Pflegeeinrichtungen aus, da es zukünftig zu Engpässen auf mittlerer Qualifikationsebene kommen kann.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Department GesundheitswissenschaftenHochschule für Angewandte Wissenschaften HamburgHamburgDeutschland

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