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Trojanische Verhältnisse?

Der Wettbewerb um die Marktdominanz Künstlicher Intelligenz ist noch längst nicht entschieden
  • Anastassia Lauterbach
Chapter

Zusammenfassung

Die Deutschen irren, wenn sie Industrie 4.0 für die Vokabel der Zukunft halten. China investiert in den nächsten Jahren ein Vielfaches des deutschen Budgets in künstliche Intelligenz (KI). Seit 2017 arbeitet das Land konsequent einen Plan für die nächste Generation der KI-Technologien ab, u. a. mit einer Bildungsoffensive. Währenddessen wächst an deutschen Schulen die nächste Generation digitaler Analphabeten heran. Zudem werden Koryphäen der internationalen KI-Szene mit Topgehältern ins Land des Lächelns gelockt. Hierzulande fehlt es nicht nur an Geld, sondern auch an Innovationskultur. Chinas Vorsprung ist schon jetzt uneinholbar. Die Verschmelzung von Staat und privater Wirtschaft, die Mühen der Demokratie und der Datenschutz dienen als Ausrede, warum Europa nicht Schritt halten könne. Doch klug genutzte Daten könnten Bürgerbeteiligung, Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung positiv stärken und Technologien können auch hierzulande durch gezielte Regulierung beschleunigt werden. Ob in der Forschung oder im Bereich Cyber-Security – deutsche und europäische Unternehmen müssen dringend eine Strategie entwickeln, welchen Beitrag sie in der künftigen KI-Welt leisten wollen. Denn die Zukunft hat schon begonnen.

Literatur

  1. Lauterbach A, Bonime-Blanc A (2018) The artificial intelligence imperative. A practical roadmap for business. Praeger, Santa BarbaraGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Anastassia Lauterbach
    • 1
  1. 1.BonnDeutschland

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