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§ 11 Gaststättenrecht

  • Jan Henrik KlementEmail author
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Zusammenfassung

Gaststättenrecht ist besonderes Gewerberecht. Es dient der Abwehr von Gefahren, die mit der kommerziellen Verabreichung von Speisen und Getränken an einen offenen oder nicht überschaubaren Personenkreis in der Öffentlichkeit verbunden sind. Seit der Föderalismusreform 2006 liegt die Gesetzgebungskompetenz bei den Ländern (Art. 74 Abs.1 Nr. 11 GG). Vielfach findet aber auch weiterhin das Gaststättengesetz des Bundes Anwendung. In einigen Ländern wurde das Modell der Gaststättenaufsicht durch ein präventives Verbot mit Erlaubnisvorbehalt (Gaststättenerlaubnis) durch eine repressive Aufsicht ersetzt, die mit einer Anzeigepflicht nach dem Vorbild des § 14 GewO verbunden ist. Der Beitrag setzt sich mit den unterschiedlichen Aufsichtsmodellen und den mit ihnen verbundenen Rechtsschutzfragen ausführlich auseinander. Besondere Aufmerksamkeit wird dem Begriff der Gaststätte gewidmet, der das Eingangstor für viele gaststättenrechtliche Fallbearbeitungen ist. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Fragen des gaststättenrechtlichen Immissionsschutzes. In einem Annex wird der landesrechtliche Nichtraucherschutz behandelt.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Ökonomische Analyse des Rechts und Öffentliches Wirtschaftsrecht, Universität MannheimMannheimDeutschland

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