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Das ewige Kreuz mit dem Band: Zwei Fälle eines gerissenen vorderen Kreuzbandes

  • R. SheikhEmail author
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Zusammenfassung

Die Behandlung des gerissenen vorderen Kreuzbandes führt immer wieder zu heftigen Diskussionen. Relativ unbestritten scheint, dass die Struktur und Funktion des primären Bandes einzigartig ist und auch mittels operativer Verfahren nicht vollumfänglich zu rekonstruieren ist. Die Idee der operativen Rekonstruktion ist, instabilitätsbedingte degenerative Gelenksveränderungen zu verhindern. Dass dies aber auch gelingt, beziehungsweise dass nicht operativ versorgte Kreuzbandrisse unwillkürlich zu einer raschen Arthrose führen, konnte bisher auch mit zahlreichen Studien nicht belegt werden. Daneben scheint es auch Patienten, sogenannte Coper, zu geben, welche ohne operative Therapie keine relevante Instabilität zeigen und durchaus auch fähig sind, sportliche Aktivitäten beschwerdefrei auszuüben. Dies führt vielerorts dazu, dass die Indikation für die Therapie nicht isoliert von der Tatsache einer Ruptur abhängig gemacht wird, sondern von Faktoren wie Alter, Aktivitätslevel und vor allem auch vom Vorliegen von Begleitverletzungen wie Rupturen von anderen Stabilisatoren, Meniskusrissen sowie chondralen oder gar osteochondralen Läsionen.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2020

Authors and Affiliations

  1. 1.FMH für OrthopädieBadenSchweiz

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