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Baugeologie pp 75-96 | Cite as

Gesteinskunde

  • Edwin FeckerEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Die Festgesteine stellen Mineralaggregate zumeist mehrerer oder einer einzigen Mineralart dar. Ausnahmen bilden einige Sedimente bzw. Sedimentgesteine, die ganz oder teilweise aus organischen Stoffen bestehen (z. B. Torf, Braun- oder Steinkohlen) sowie eine Reihe vulkanischer Gesteine, in denen das meist silikatische Material nicht auskristallisierte, sondern als meist undurchsichtiges Gesteinsglas vorliegt.

Die die Gesteine aufbauenden Mineralkörner weisen (mit Ausnahme gewisser Baufehler) eine regelmäßige atomare Gitterstruktur auf. Die Anordnung der Atome ist für jede Mineralart charakteristisch und spiegelt sich in den Eigenschaften und z. T. in der äußeren Form der Kristalle wieder. Neben der chemischen Zusammensetzung bildet die mineralspezifische Anordnung der Atome im Kristallgitter (Kristallsystem, Gitterabstand) die Grundlage der Zuordnung zu einer bestimmten Mineralart. Einige wenige Minerale sind amorph, d. h. sie haben keine Gitterstruktur.

Von den über 2000 bekannten Mineralen treten etwa 50 gesteinsbildend auf, wovon wiederum nur etwa 25 häufiger vorkommen. Jedes Gestein ist durch die darin vorkommenden Minerale und deren mengenmäßige Anteile (Mineralbestand), durch Gefügemerkmale wie Struktur (Kornform und Korngröße) sowie Textur (räumliche Anordnung und Orientierung der Mineralkörner) charakterisiert. Diese bestimmenden Merkmale bilden deshalb auch die Grundlage moderner Gesteinsbezeichnungen.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Geotechnisches Ingenieurbüro Prof. Fecker & Partner GmbHEttlingenDeutschland

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