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Geniale Tiere pp 281-357 | Cite as

Säugetiere – gewiss eine Klasse für sich

  • Klaus Richarz
  • Bruno P. Kremer
Chapter

Zusammenfassung

Ein Fell aus Haaren, das sie in Kombination mit der gleichwarmen Körpertemperatur ziemlich unabhängig von der Umgebungstemperatur werden lässt, die Ernährung der Jungen mit Muttermilch aus den Milchdrüsen und – von wenigen Ausnahmen abgesehen – lebendgebärend sind die kennzeichnenden Merkmale der Säugetiere (Mammalia) als einer der Wirbeltierklassen. Die rezenten 6399 Säugetierarten kommen dank ihrer beachtlichen Anpassungsfähigkeiten praktisch weltweit vor. Sie bevölkern zwar bevorzugt das Land, nutzen aber auch den Luftraum (wie die Fledermäuse) und leben ganz oder teilweise im Wasser (z. B. Wale, Robben). Auch wenn manche Arten – wie die Wale – heute haarlos sind, haben sich alle Säuger aus behaarten Vorfahren entwickelt und zeigen zumindest in ihrer Embryonalentwicklung Haarwuchs. Das Haarkleid der Säugetiere besteht hauptsächlich aus dem Protein Keratin und kann die verschiedensten Funktionen erfüllen. Es dient der Wärmeisolierung und ist erst Voraussetzung für das Aufrechterhalten einer gleichwarmen Körpertemperatur. Es kann zur Tarnung wie auch zur Unterscheidung der Geschlechter oder Altersstufen dienen, es kann durch veränderte Stellung (Aufrichten) Signalfunktion besitzen. Haare spielen auch beim Tasten eine große Rolle. So können mit Nervenfasern und Mechanorezeptoren ausgestattete Tasthaare (Vibrissen) durch spezielle Muskeln bewegt werden. Haare dienen auch als Filter und Reusen zum Schutz von Sinnesorganen (Nasen‑, Ohrenhaare, Wimpern und Augenbrauen).

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Klaus Richarz
    • 1
  • Bruno P. Kremer
    • 2
  1. 1.LichDeutschland
  2. 2.WachtbergDeutschland

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