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Toleranz, Gewöhnung, Abhängigkeit

  • Michael FreissmuthEmail author
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Zusammenfassung

Nach wiederholter Gabe eines Arzneimittels kann die erzielte Wirkung abnehmen. Dies ist Ausdruck der biologischen Adaptation und findet auf verschiedenen Ebenen statt: auf molekularer Ebene in Form einer Abnahme von Rezeptoranzahl und -empfindlichkeit, auf zellulärer Ebene in der langfristigen Änderung nachgeschalteter Signalkaskaden, auf systemischer Ebene in der Aktivierung gegenregulatorischer Mechanismen. Abgesehen von dieser pharmakodynamischen Gewöhnung gibt es auch eine pharmakokinetische Toleranz, d. h., ein Arzneimittel wird rascher eliminiert, weil Enzyme induziert werden. Toleranz kann zur Abhängigkeit führen: Die Dosis muss gesteigert werden, um denselben Effekt zu erzielen; bei Absetzen kann ein Entzugssyndrom auftreten.

Weiterführende Literatur

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Authors and Affiliations

  1. 1.Zentrum für Physiologie und PharmakologieMedizinische Universität WienWienÖsterreich

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