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Ansichtssachen: Layout und Seitengestaltung

  • Bruno P. Kremer
Chapter

Zusammenfassung

Für eine bestimmte Schachtel Pralinen entscheidet man sich erfahrungsgemäß vor allem dann,wenn ihre äußere Aufmachung schlicht und ergreifend „anknipst“ sowie mit verführerischem Motiv etwaige Gegenargumente (Zucker, Zähne, Zahnarzt ... ) schon im Ansatz erstickt. Auch ein Schriftstück braucht sein spezifisches, durch eine gelungene Gestaltung getragenes Appeal und sollte also nicht aussehen wie ein Einkaufszettel oder eine in aller Eile zu Papier gebrachte Mitteilung an die Putzhilfe. Immerhin gilt auch hier die bewährte Regel, wonach die Form der Funktion zu folgen hat. Bei Printmedien – Zeitschriften ebenso wie Büchern – verwenden die Hersteller im Allgemeinen viel Sorgfalt auf die Kosmetik ihres Erzeugnisses, damit sich das Resultat gut präsentiert und gerne angesehen wird. Auch hier gilt, ähnlich wie bei der Typographie (vgl.Kap. 9), dass nichts so einfach ist, wie es letztlich im fertigen Ergebnis aussieht. Leser, die ein Druckwerk zur Hand nehmen und sich mit dessen Inhalt intensiv beschäftigen, sollten eigentlich auch einen einigermaßen trainierten Blick für das harmonische räumliche Mit- und Nebeneinander der bedruckten Flächen einer Doppelseite und ihrer Textelemente entwickeln. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass ein erstaunlich hoher Anteil der Printmediennutzer die Qualitäten eines gelungenen Seitenlayouts allenfalls unterschwellig wahrnimmt und selbst grobe Gestaltungsfehler kaum registriert. Dieser eher ernüchternde Befund darf nun keinesfalls dazu verleiten, die Seitengestaltung einer wissenschaftlichen Arbeit unbedacht, nachlässig oder gänzlich regellos zu handhaben. Daher verdient auch eine wissenschaftliche Arbeit, die sich zugegebenermaßen nicht primär als Designleistung versteht, eine ansprechende und gefällige Formgebung – zumal sie das Ergebnis einer eventuell mit beträchtlichem Aufwand betriebenen Studie oder Untersuchung darstellt. Man wählt schließlich auch keine Verlobungsringe aus Kunststoff ...

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Authors and Affiliations

  • Bruno P. Kremer
    • 1
  1. 1.WachtbergDeutschland

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