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Diskussion und Ausblick

  • Sabine Hahn
Chapter

Zusammenfassung

Die aufgrund der geführten Experten- und Gründerinneninterviews gewonnenen Einblicke und Erkenntnisse lassen die Schlussfolgerung zu, dass eine Gründerpersönlichkeit per se nicht abhängig vom Geschlecht ist.

Alle Gesprächspartner lehnen einerseits einen Zusammenhang zwischen den Merkmalen einer Gründerpersönlichkeit und dem Geschlecht ab, benennen andererseits jedoch Aspekte, die offensichtlich zu geschlechtsspezifischer Zuschreibung von Gründerkompetenz führen, insbesondere geschlechtsspezifische Sozialisation, geschlechtsspezifische Erziehung und geschlechtsspezifische Rollenbilder. Das Hauptargument für die im Vergleich mit Männern geringere Gründungsneigung von Frauen kann also vorrangig in von außen herangetragenen Aspekten und weniger in geschlechtsspezifischen Eigenschaften an sich gesehen werden.

Dabei geben die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit Grund zu der Annahme, dass Frauen tatsächlich anders gründen, also den Schritt in die Selbstständigkeit anders gestalten als Männer das tun. Frauen sind in der Regel risiko-averser und weniger selbstbewusst, dafür gründen sie überlegter, planen genauer und gründen zudem allein, in anderen Branchen und oft sukzessive, in kleinen Schritten. Um perspektivisch mehr Frauen zum Schritt in die Selbstständigkeit zu ermutigen, braucht es nach Ansicht der interviewten Experten und Gründerinnen sowohl strukturelle Maßnahmen als auch eine Veränderung auf der Bewusstseinsebene.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.KölnDeutschland

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