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Proben trocknen

  • Bruno P. Kremer
  • Horst Bannwarth
Chapter

Zusammenfassung

Die in chemischen, biochemischen oder biologischen Labors verwendeten Stoffe oder Proben müssen gewöhnlich weitgehend wasserfrei sein. Einerseits finden in trockenen Proben kaum (noch) stoffliche Umsetzungen statt – die schon einmal erwähnte und bereits von den Alchimisten tradierte lateinische Sentenz „Corpora non agunt, nisi soluta“ (freie Übersetzung: Die Stoffe reagieren und interagieren nur im gelösten Zustand in wässrigen Systemen) gilt auch hier nahezu ausnahmslos. Ein zu hoher Wassergehalt verfälscht unter anderem auch Wägungen oder beeinflusst in unerwünschter Weise chemische Reaktionen. Die effektive und möglichst schonende Trocknung von Probenmaterial gehört daher zu den grundlegenden Labormethoden. Die wichtigsten und gängigen Verfahren stellt dieses Kapitel vor.

Sollten im Zusammenhang mit der Trocknung Arbeiten im Vakuum oder unter reduziertem Druck durchgeführt werden, so sind grundsätzlich die unter 11.4 bereits erwähnten Sicherheitsbestimmungen zu beachten.

Die verschiedenen Trocknungsverfahren kann man mithilfe des Phasendiagramms des Lösemittels Wasser einteilen (Abb. 18.1). Das Phasendiagramm – exakter Druck-Temperatur-Phasendiagramm – beschreibt die von diesen Parametern abhängigen Aggregatzustände bzw. mit den Phasengrenzlinien die jeweiligen thermodynamischen Gleichgewichte.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Bruno P. Kremer
    • 1
  • Horst Bannwarth
    • 2
  1. 1.WachtbergDeutschland
  2. 2.FrechenDeutschland

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