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Das Agrarsystem in Deutschland 2010 bis 2020 – die technische Seite

  • Ulrich Hampicke
Chapter

Zusammenfassung

Wird der Landwirtschaftsstandort Deutschland im weltweiten Vergleich eingeordnet, so fallen als Erstes die außerordentlich günstigen Produktionsbedingungen ins Auge. Zu den natürlichen Bedingungen gehören Boden und Klima. Die Böden der Erde sind vielfältig; in fast allen Klimazonen gibt es fruchtbare und weniger fruchtbare Böden. Diese gibt es auch in Mitteleuropa, jedoch ist schon zu Beginn dieses Buches darauf hingewiesen worden, dass wegen des Rückzuges des Eises erst von 15.000 bis 11.000 Jahren die Böden hier außerordentlich jung sind. Zwar heißt Jugend bei Böden nicht zwangsläufig hohe Fruchtbarkeit, jedoch konnten in Mitteleuropa aus menschlicher Sicht problematische Bodenentwicklungen, wie sie zum Beispiel aus tropischen Gebieten bekannt sind, nicht ablaufen, schon weil die Zeit dazu fehlte.

Wird beobachtet, wie in subtropischen und tropischen Breiten unter günstigen Bedingungen mehrere Ernten im Jahr erfolgen, so scheint es, als wäre das mitteleuropäische Klima mit seiner langen und zuweilen harten Winterruhe eher benachteiligt. Gewiss gibt es hier und dort noch günstigere Bedingungen, jedoch müssen alle Aspekte berücksichtigt werden. Zu viel Wärme ist für wichtige Kulturpflanzen, wie den Weizen, gar nicht vorteilhaft, weil sie dann ihren Entwicklungszyklus zu schnell abschließen und weniger Substanz bilden. Von Bedeutung ist auch das extrem hohe Lichtangebot in den gemäßigten Breiten während der langen Tage im Frühsommer, welches den Tropen fehlt und die Photosynthese* fördert.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.LS für LandschaftsökonomieUniversität GreifswaldGreifswaldDeutschland

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