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Fazit – das gesellschaftliche Kernproblem

  • Ulrich Hampicke
Chapter

Zusammenfassung

Kehren wir nach dem Ausflug in den Wald zur Landwirtschaft zurück. Blicken wir noch einmal auf das, was in den Kap. 5 und 6 als die beiden „technischen Kernprobleme der heutigen Agrarlandschaften“ bezeichnet wurde. Es handelt sich um die Austreibung der Artenvielfalt auf der einen Seite und die Desorganisation der Stoffkreisläufe, insbesondere des Stickstoffs, auf der anderen.

Beide Prozesse sind technisch beschrieben worden, jedoch verlangt die Beurteilung ihrer ökonomischen und politischen Triebkräfte einen zweiten Blick, den wir – unterbrochen durch die Kap. 7 bis 10 – bewusst mit einem Abstand werfen. Diese Triebkräfte unterscheiden sich ebenso deutlich voneinander wie die erforderlichen Maßnahmen für Abhilfen sowie deren politische Konsequenzen und Kosten.

Triebkraft für den Biodiversitätsverlust war und ist an erster Stelle die Verbreitung moderner pflanzenbaulicher Produktionsmethoden. Vergrößerung der Felder, Regulierung der Wasserverhältnisse, Optimierung des Nährstoffangebotes, chemischer Pflanzenschutz und starke, schlagkräftige Technik – diese Ursachen sind wohlbekannt. Wo sie uneingeschränkt wirken, kann es keine Artenvielfalt geben.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.LS für LandschaftsökonomieUniversität GreifswaldGreifswaldDeutschland

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