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Die Tropen

  • Klaus HeineEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Das Wesen der Tropen ist komplex, die Begriffsdefinition daher kaum eindeutig. Strahlungsklimatisch werden die Tropen durch die nördlichen und südlichen Wendekreise begrenzt. Tropen und Subtropen nehmen etwa zwei Drittel der Erdoberfläche ein. Klimatologen und Geographen haben diverse Versuche unternommen, die Tropen im Rahmen von genetischen und effektiven Klimaklassifikationen zu definieren.

Eine hygrothermische Gliederung der Tropen nimmt Lauer (1975) vor. Er entwirft eine Synthese aus thermischen Charakteristika (Warm-Tropen – Kalt-Tropen), hygrischen Merkmalen (Feucht-Tropen – Trocken-Tropen) und witterungsklimatischen Erscheinungen, die stark von der Atmosphärischen Zirkulation beeinflusst werden. Letztere wird ihrerseits wieder vom Relief, Verteilung von Land und Meer etc. modifiziert. Die Gliederung der Tropen von Lauer wird diesem Buch zugrunde gelegt. Auch Quan et al. (2013) haben aufgrund klimatischer Muster von Niederschlag, Evaporation und Atmosphärischer Zirkulation eine Abgrenzung der Tropen vorgenommen, um in Modellen das Klima zu simulieren. Eine Auswertung zahlreicher Beobachtungen hat ergeben, dass die Tropenzone in den letzten Dekaden in Verbindung mit der globalen Erwärmung größer geworden ist. Die Ausweitung des Tropengürtels ist von Bedeutung, weil sie mit einer großräumigen Verlagerung der atmosphärischen Zirkulation einhergeht. Regionale Veränderungen der Tropengrenzen werden durch Modellierungen nicht erfasst.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität RegensburgRegensburgDeutschland

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