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Grundlagen für Schalldämpfer in Strömungskanälen

  • Helmut V. Fuchs
Chapter
Part of the VDI-Buch book series (VDI-BUCH)

Zusammenfassung

In den Kap. 4 bis 10 wurden schallabsorbierende Bauteile hinsichtlich ihrer
  1. a)

    akustischen Wirksamkeit,

     
  2. b)

    mechanischen Belastbarkeit und

     
  3. c)

    optischen Erscheinung

     

in zahlreichen Ausformungen und in Verbindung mit anderen Funktionen beschrieben. Bei ihrer Installation in geschlossenen Räumen (s. Kap. 11 bis 16) spielt der mit a) eng zusammenhängende Raumbedarf, insbesondere für tiefe Frequenzen, bereits eine große Rolle, weil er auf die Rohbaukosten der Gebäude einen direkten Einfluss hat. Die Haltbarkeit b) empfindlicher poröser/faseriger Dämpfungsmaterialien lässt sich hier durch akustisch transparente Abdeckungen und Verkleidungen nach Bedarf erhöhen. Die Eigenschaften a) und b) gewinnen zusammen eine um ein Vielfaches höhere Bedeutung, wenn Schallabsorber als Auskleidungen oder/und Kulissen in Kanäle eingebaut werden, in denen sie einer starken turbulenten Umströmung eines u. U. auch chemisch aggressiven Fluids und vielleicht zusätzlich noch Erschütterungen ausgesetzt sind. Wenn das Strömungsmedium Schwebteile, z. B. Reststäube, mit sich führt, besteht außerdem die Gefahr, dass Ablagerungen an solchen Schalldämpfern ihre Wirksamkeit a) mindern. Hier bieten verhautete Materialien (vgl. Abschn. 4.2), aber besonders die reaktiven, rundum versiegelten Metallkassetten nach Abschn. 6.3 und 10.9 eindeutige Vorteile. Die beiden Letztgenannten können, ebenso wie der gesinterte Glasschaum nach Abschn. 4.3, auch sehr hohen Temperaturen im Kanal standhalten.

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Authors and Affiliations

  • Helmut V. Fuchs
    • 1
  1. 1.Berlin-SchlachtenseeDeutschland

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