Die Form der Lebewesen spiegelt ihre Lebensweise wider

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Zusammenfassung

Ein Besuch im füllig ausgestatteten Großaquarium der Sea‐Life‐Gruppe oder des Zoos beeindruckt, aber verwirrt auch, besonders der Blick in jene Aquarien, die Organismen aus tropischen Korallenriffen zeigen. Diese bunte Welt vielgestaltiger Formen, viele wie Pflanzen aussehend! Manche sind derart fremdartig, dass allenfalls Spezialisten auf Anhieb sagen können, in welchen Tierstamm eine Gestalt gehört. Wir versuchen, eine gedankliche Ordnung in die Vielgestaltigkeit zu bringen, und stellen fest: Die Gestalt eines Lebewesens spiegelt seine Lebensweise wider. Da gibt es die Jäger wie den Hai und viele andere Tiere, die gezielt voranschwimmen, Kopf mit Fernsinnesorganen voran, mit einer Rücken‐ und einer Bauchseite, linke und rechte Körperseiten spiegelbildlich zueinander. Eine solche Organisation nennt man Bilateral‐Symmetrie. Da sind andere Formen wie Quallen und die festsitzende Seerose, die passiv darauf warten, dass Mikroplankton als Futter von irgendwo daher schwebt. Solche Formen sind äußerlich, viele auch innerlich, radiär‐symmetrisch. Ausnahmen zwingen zum Nachdenken und zur Erforschung der Geschichte dieser Lebewesen. So haben Seesterne bilateral‐symmetrische Larven und mit Seelilien uralte, festsitzende lebende Verwandte. Manche Formen haben, sesshaft geworden, ihren Kopf verloren, andere sind zu einer Quallen‐haften Lebensweise übergegangen, so gewisse Tintenfische der Tiefsee. Wir lernen Medusen und Gorgonenhäupter kennen, und Seegurken, die wie Staubsauger Mikroorganismen aufsaugen. Lies und erfahre noch mehr Seltsames.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität HeidelbergHeidelbergDeutschland

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