CSR und Nachhaltige Innovation pp 301-317 | Cite as
Innovative Arbeitswelten nachhaltig gestalten
Zusammenfassung
Nachhaltige Arbeitswelten liefern durch Flexibilität und offene Strukturen eine Antwort auf die globalen Anforderungen und die Schnelllebigkeit unserer Zeit. Sie lösen starre und hierarchische Organisationsstrukturen auf und hinterfragen bestehende Arbeitszeitmodelle. Sie fördern Kommunikation und Austausch, schaffen die Basis für innovative Arbeitsweisen und tragen positiv zu einer nachhaltigen Entwicklung von Unternehmen bei. Um in Zukunft erfolgreich am Markt zu bestehen und die Innovationskraft zu stärken, sind neue und flexible Arbeitsorganisationen gefragt, die es erlauben, Produkte und Dienstleistungen entsprechend den Marktanforderungen zeitnah anzubieten. Es braucht Arbeitsumgebungen, die es ermöglichen, effektiv zu arbeiten, die Wissensaustausch und Lernprozesse fördern sowie zur Gesundheit und dem Wohlbefinden von Mitarbeitenden beitragen. Voraussetzung dafür sind ganzheitliche, innovative Strategien und Prozesse in der Zusammenarbeit, die auch die räumliche Umgebung einbeziehen. Also ein optimales Zusammenspiel von Mensch, Technik und Raum. Es erfordert Mut, dem Wandel in der Arbeitswelt zu begegnen. Denn es gibt kein Konzept von der Stange. Vielmehr handelt es sich um eine Einladung in neue Erfahrungswelten, die soziale Innovationen fördern und das Miteinander kontinuierlich weiterentwickeln. Dafür braucht es mündige Menschen, die selbstbestimmt agieren können. Nachhaltige Arbeitswelten setzen aber vor allem eines voraus: ein Bewusstsein, das die Wirtschaft als ein Teilsystem von Mensch und Natur versteht – und nicht den Menschen und die Natur als ein Teilsystem der Wirtschaft. Indem wir uns als Teil der Natur begreifen und wir uns selbst als Teil des großen Ganzen sehen, spüren wir die Verbundenheit mit allem, was ist. Aus diesem Bewusstsein heraus können wir nachhaltige Arbeitswelten schaffen, die einen wertschätzenden Umgang mit Menschen und der Natur in den Fokus stellen.
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