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Dyschromien, Piercings und Tätowierungen

  • Peter Elsner
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Unter Dyschromie wird eine Veränderung der Hautfarbe durch Einlagerung anderer Pigmente als Melanin in die Haut verstanden. Dabei kann es sich um körpereigene oder körperfremde Pigmente handeln, die systemisch oder perkutan in die Haut gelangen können. Pigmentierungen durch Melanin werden im Kap. „Störungen der Melaninpigmentierung“ abgehandelt. Der Begriff Tätowierung stammt von dem tahitanischen Tatu. Tätowierungen entstehen durch Einbringung von Farbpigmenten auf oder in die Haut; sie können als Schmucktätowierungen beabsichtigt sein oder unbeabsichtigt als Schmutz- und Pulvertätowierungen entstehen. Unter Piercing versteht man das Einbringen von Schmuck in künstlich erzeugte Hautöffnungen, insbesondere im Bereich von Ohren, Nase, Lippen, Augenbrauen, Zunge, Brustwarzen und Genitalien. Während der Ohrlochstich in der westlichen Kultur eine lange Tradition hat, war die Praxis des Piercings lange auf Stammespraktiken von Naturvölkern beschränkt und fand erst in den letzten Jahrzehnten in der europäischen Bevölkerung, ausgehend von der Punkbewegung, eine zunehmende Verbreitung.

Erstbeschreiber

  1. Albers JA (1816) Observations on a change of colour in the skin produced by the internal use of nitrate of silver. Med Chir 7:284CrossRefGoogle Scholar
  2. Bälz E von (1896) Über eine eigentümliche Hautfärbung durch reichlichen Mikangenuss (Aurantiasis cutis). Nach einem japanischen Sonderdruck und Abschrift des Mansukripts (überlassen von Herrn Toku Baelz [sic]), Zeitschrift nicht zu ermitteln. In Kaufmann E (1933) Die pathologischen Pigmentierungen der Haut in innerer Medizin, Neurologie, und Psychiatrie. In Jadassohn J (Hrsg) Handbuch der Haut- und Geschlechtskrankheiten IV/2. Springer, Berlin, S. 1195–1196 (Mikan ist die ursprüngliche Bezeichnung für die Satsuma-Frucht, eine aus Japan stammende Zitrusfrucht)Google Scholar
  3. Rubaltelli FF, Jori G, Reddi E (1983) Bronze baby syndrome: a new porphyrin-related disorder. Pediatr Res 17:327–330CrossRefPubMedGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Klinik für HautkrankheitenUniversitätsklinikum JenaJenaDeutschland

Section editors and affiliations

  • Thomas Ruzicka
    • 1
  1. 1.Klinik und Poliklinik für Dermatologie und AllergologieUniversität MünchenMünchenDeutschland

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