Zusammenfassung
Der Autor plädiert für die Integration von Emotionalität in Beurteilungs- und Entscheidungsprozesse. Da emotionale Prozesse erwiesenermaßen starken Einfluss auf Entscheidungen haben, ist es hoch riskant, sie unter dem Etikett einer Pseudo-Rationalität auszublenden, denn sie werden sich selbstständig machen und zu Verzerrungen in der Urteilsfähigkeit führen. Stattdessen wird Führungskräften empfohlen, sich individuell mit der eigenen Emotionalität bewusst auseinanderzusetzen, um diese Risiken zu minimieren und Zugang zu den reichen intuitiven Informationen zu erhalten, die im „Bauchgefühl“ gespeichert sind. In einer Umgebung, die durch Komplexität und Volatilität geprägt ist, kommt das rationale System an seine Grenzen. Komplexitätshandhabung wird nur unter Einbezug von analogen und intuitiven Informationen möglich sein, und die Auseinandersetzung mit Themen wie Corporate Social Responsibility ist nur unter Einbezug von emotionalen Dimensionen möglich.