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Elektrophorese, zweidimensionale

  • R. WestermeierEmail author
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

two-dimensional electrophoresis

Definition

In der zweidimensionalen Elektrophorese werden komplexe Proteingemische nach 2 unterschiedlichen, voneinander unabhängigen physikochemischen Parametern aufgetrennt: erst nach Ladungen mit der isoelektrische Fokussierung (IEF), dann nach Molekülgrößen mit der SDS-Elektrophorese. Das Ergebnis ist ein Fleckenmuster.

Physikalisch-chemisches Prinzip

Um komplexe Proteingemische mit hoher Auflösung und guter Reproduzierbarkeit auftrennen zu können, werden denaturierende Bedingungen angewandt. Das bedeutet, dass die Probe mit 8 mol/L Harnstoff, einem Reduktionsmittel, einem zwitterionischen Detergenz und einem Trägerampholytengemisch versetzt oder extrahiert wird.

Genügend hohe Auflösung für komplexe Proteingemische erhält man nur in Gelen mit großen Trenndistanzen, z. B. 20 × 20 cm.

Die Proteinproben werden in der ersten Dimension mit isoelektrischer Fokussierung (s.  

Literatur

  1. Lottspeich F, Engels JW (Hrsg) (2012) Bioanalytik, 3. Aufl. Spektrum Akademischer Verlag, HeidelbergGoogle Scholar
  2. Rabilloud T (Hrsg) (2000) Proteome research: two-dimensional gel electrophoresis and identification methods. Springer, Berlin/Heidelberg/New YorkGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.FreisingDeutschland

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