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Zellzählung, mikroskopische

  • A. M. GressnerEmail author
  • O. A. Gressner
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

cell count, microscopic

Definition

Mikroskopische Bestimmung der Zahl von körpereigenen (z. B.  Erythrozyten,  Leukozyten,  Thrombozyten) und/oder körperfremden Zellen (z. B. Bakterien, Pilzsporen, Parasiten) pro Volumeneinheit Körperflüssigkeit (z. B. Blut, Urin, Liquor cerebrospinalis, Erguss, Exsudat) unter Verwendung von optischen Präzisionsinstrumenten ( Zählkammern).

Beschreibung

Die mit  EDTA antikoagulierte, durchmischte  Vollblutprobe wird unter Verwendung einer graduierten Mischpipette für die Zählung der  Erythrozyten 1:200 oder 1:100 mit  Hayem-Lösung bzw. für die Zählung der  Leukozyten 1:10 oder 1:20 mit  Türk-Lösung verdünnt und in eine graduierte, hochpräzise, DIN-genormte Zählkammer eingeführt. Die anschließend mit einem plangeschliffenen Deckglas verschlossene  Zählkammer wird mäanderförmig nach festgesetzten Regeln ausgezählt und die Zellzahl ( Zellzahlen, quantitative) pro Volumeneinheit (G/L) berechnet. Details zu den heute nur noch in Ausnahmefällen durchgeführten Methoden und Arbeitsvorschriften, zu den zu verwendenden Zählkammern (Neubauer-Zählkammer,  Liquor-Fuchs-Rosenthal-Zählkammer, Thoma-Zeiss-Zählkammer, Bürker-Zählkammer, Schilling-Zählkammer, Türk-Zählkammer, Nageotte-Zählkammer, Malassez-Zählkammer, Jessen-Zählkammer, Lemaur-Zählkammer) und den Bezugsquellen sind der Literatur und den Herstellerinformationen zu entnehmen.

Literatur

  1. Hallman L (1980) Klinische Chemie und Mikroskopie, 11. Aufl. Thieme Verlag, StuttgartGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Labor Dr. Wisplinghoff BerlinBerlinDeutschland
  2. 2.Labor Dr. Wisplinghoff und Kollegen KölnKölnDeutschland

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