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Wassermann-Test

  • A. M. GressnerEmail author
  • O. A. Gressner
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

Wassermann test; Wassermann reaction

Definition

Heute obsoletes, auf der Komplementbindungsreaktion beruhendes, nicht spezifisches serodiagnostisches Nachweisverfahren einer Infektion mit Treponema pallidum (Syphilis, Lues).

Beschreibung

Der deutsche Bakteriologe A.P. von Wassermann (1866–1925) entwickelte im Jahr 1906 einen auf der  Komplement-Bindungsreaktion (KBR) beruhenden Test zum Nachweis von Antikörpern in Serum und Liquor cerebrospinalis ( Liquor-Gewinnung) gegen  Treponema pallidum, dem Erreger der Syphilis (Lues). Die Methode basiert auf der 1901 von den belgischen Bakteriologen Jules Bordet und Octave Gengou erarbeiteten Komplementfixationsreaktion. Der Test besitzt für den Nachweis der Syphilisinfektion eine eingeschränkte analytische und diagnostische Spezifität ( Spezifität, diagnostische) und diagnostische Sensitivität ( Sensitivität, diagnostische) mit entsprechend falsch positiven und negativen Ergebnissen. Er ist durch Immunfluoreszenzteste ( Immunfluoreszenz, indirekte), Immunblots ( Immunodot),  Agglutinationstest und Mikroflockungsteste ersetzt (für Einzelheiten  Treponema pallidum).

Literatur

  1. Wassermann A, Neisser A, Bruck C (1906) Eine serologische Reaktion bei Syphilis. Dtsch Med Wochenschr 32:745–746CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Labor Dr. Wisplinghoff BerlinBerlinDeutschland
  2. 2.Labor Dr. Wisplinghoff KölnKölnDeutschland

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