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Viren

  • W. StöckerEmail author
  • C. Krüger
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

viruses

Definition

Viren sind obligate Zellparasiten, die keinen eigenen Stoffwechsel besitzen und für ihre Vermehrung auf lebende Wirtszellen angewiesen sind. Reife, extrazelluläre Viruspartikel werden als Virionen bezeichnet.

Beschreibung

Mit einer Größe von 20–300 nm sind Virionen filtrierbar und lichtmikroskopisch unsichtbar. Virionen enthalten stets nur einen Typ von Nukleinsäure (DNA oder RNA) als Träger der genetischen Information. Die Nukleinsäure ist umgeben von einer Proteinhülle, dem Kapsid, das sich aus viruskodierten Kapsomeren zusammensetzt und gemeinsam mit dem Virusgenom das Nukleokapsid bildet. Bei einigen Virusarten ist das Nukleokapsid von einer Hülle aus einer Lipiddoppelmembran und viruskodierten Glykoproteinen umgeben. Häufig lagern sich die Glykoproteine zu Oligomeren zusammen und ragen als sog. Spikes aus der Hülle heraus. Zusätzliche Proteine mit struktureller, regulatorischer oder enzymatischer Funktion kommen nur in bestimmten Viren vor....

Literatur

  1. Strauss JH, Strauss EG (2002) Viruses and human disease, 1. Aufl. Academic, San Diego, S 1–374Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Euroimmun Medizinische Labordiagnostika AGLübeckDeutschland

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