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Überempfindlichkeitsreaktion, Typen I-IV

  • H. RenzEmail author
  • B. Gierten
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

hypersensitivity

Definition

Abwehrreaktion, die durch Kontakt mit Fremdantigenen ausgelöst wird.

Beschreibung

Die erste Einteilung der Überempfindlichkeitsreaktionen wurde bereits im Jahr 1963 von Coombs und Gell veröffentlicht. Sie teilten die Reaktionen nach zugrunde liegenden pathophysiologischen Vorgängen in 4 Typen ein:

Typ I (IgE-vermittelte Hypersensitivität)

Eine allergische Sofortreaktion wird durch Vernetzung von auf Mastzellen gebundenen IgE-Molekülen durch Allergen ausgelöst. Die Vernetzung initiiert die Degranulation der Mastzellen und damit die Ausschüttung zahlreicher Mediatoren. Präformiert in den Granula vorliegende gefäßaktive Substanzen wie  Histamin oder proteolytische Enzyme wie  Tryptase, Chymase u. a. lösen innerhalb kurzer Zeit die Frühphase der Reaktion aus, die von leichten klinischen Erscheinungen wie Juckreiz oder Hautrötung bis zur Kreislaufreaktion und Anaphylaxie reichen kann.

Eine Spätphase, deren...

Literatur

  1. Gell PGH, Coombs RRA (1963) The classification of allergic reactions underlying disease. In: Coombs RRA, Gell PGH (Hrsg) Clinical aspects of immunology. Blackwell Science, LondonGoogle Scholar
  2. Rajan TV (2003) The Gell–Coombs classification of hypersensitivity reactions: a re-interpretation. Trends Immunol 24:376–379CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institute of Laboratory Medicine and Pathobiochemistry, Molecular DiagnosticsPhilipps University Marburg, University Hospital Gießen and Marburg GmbHMarburgDeutschland
  2. 2.Immunologie, Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbHIngelheimDeutschland

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