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Spezimen

  • A. M. GressnerEmail author
  • O. A. Gressner
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

specimen

Definition

Direktes, ohne weitere Vorbehandlung vom Patienten stammendes Untersuchungsmaterial.

Beschreibung

Der im angelsächsischen Schrifttum häufiger, in Deutschland jedoch seltener verwendete Begriff des Spezimen steht für flüssiges, festes oder gasförmiges natives, d. h. direkt vom Patienten stammendes Material, das dem Labor zum Zwecke der Untersuchung zugeleitet wird. Der Begriff ist international nicht einheitlich und verbindlich definiert und entspricht am ehesten der Definition der  Primärprobe. Gebräuchliche Spezimenarten sind  Vollblut,  Urin,  Liquor cerebrospinalis,  Magensaft,  Speichelgewinnung, Synovialflüssigkeit ( Synovia-Analyse),  Schweiß, Fruchtwasser, Pankreassekret,  Transsudat,  Exsudat,  Körperflüssigkeiten, extravasale, Pleuraflüssigkeit, Zystenflüssigkeit,  Seminalflüssigkeit, Konkremente (Gallen- und Nierensteine,  Steinanalyse) und Fäzes. Aus dem Spezimen wird vor der Untersuchung die  Probe hergestellt, die denjenigen Teil des Spezimens darstellt, der für die Charakterisierung oder Untersuchung verwendet wird.

Literatur

  1. Dybkaer R (1997) Vocabulary for use in measurement procedures and description of reference materials in laboratory medicine. Eur J Clin Chem Clin Biochem 35:141–173PubMedPubMedCentralGoogle Scholar
  2. Richterich R, Colombo JP (1978) Klinische chemie: theorie, praxis, interpretation, 4. Aufl. S. Karger, BaselGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Labor Dr. Wisplinghoff BerlinBerlinDeutschland
  2. 2.Labor Dr. Wisplinghoff KölnKölnDeutschland

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