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Speziationsanalyse

  • D. MeißnerEmail author
  • T. Arndt
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Synonym(e)

 Spezies-Analytik

Englischer Begriff

speciation analysis

Definition

Speziationsanalyse bedeutet die eindeutige Identifizierung und Quantifizierung der Spezies (= Bindungsformen) in einer Probe mit analytischen Methoden.

Beschreibung

Die Speziationsanalyse wird u. a. in der  Spurenelementanalytik angewendet. Mit der Bestimmung der Elemente nach Zerstörung der Matrix erhält man deren Gesamtkonzentration in der Probe, jedoch keine Aussage über die biochemische Wirkung dieser Elemente, die mit den verschiedenen Bindungsformen zusammen hängt. Spezies sind in diesem Fall z. B. Metall-Organo-Komplexe, Metall-Organyl-Verbindungen oder unterschiedliche Wertigkeitsstufen der Metalle. Die analytischen Methoden dürfen die Spezies während der Probengewinnung, Lagerung und Analyse nicht verändern. In der Regel besteht die Speziationsanalyse aus der speziesspezifischen Trennung und der elementselektiven Detektion. Zur Trennung werden Ultrafiltration sowie chromatographische und elektrophoretische Verfahren und zur Detektion die verschiedenen Methoden der  Atomabsorptionsspektrometrie, des  inductively coupled plasma und der Voltammetrie ( Voltammetrie, zyklische und inverse) angewendet. Zunehmende Bedeutung haben auch hier die Massenspektrometrie und molekularbiologische Methoden.

Die Speziationsanalytik gewinnt mit zunehmender Kenntnis der zum Teil stark differierenden physiologischen, pathobiochemischen und toxikologischen Wirkungen von anorganischen und organischen Verbindungen desselben Metalls (z. B.  Arsen,  Quecksilber), von unterschiedlichen Metalloxidationsstufen in seinen Verbindungen (z. B. Arsen,  Chrom) und/oder von verschiedenen Aufnahmewegen an diagnostischer und gutachterlicher Bedeutung.

Literatur

  1. Michalke B, Schramel P (1999) Spezies-Analytik – Theorie und Praxis. In: Meißner D (Hrsg) Spurenelemente. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, S 3–18Google Scholar
  2. Rükgauer M (Hrsg) (2003) Signalwirkung von Mineralstoffen und Spurenelementen. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, StuttgartGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.DresdenDeutschland
  2. 2.Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbHIngelheimDeutschland

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