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Säureausscheidung, renale

  • O. Müller-PlatheEmail author
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriffz

renal acid excretion

Definition

Als renale Säureausscheidung fasst man die Vorgänge in den einzelnen Abschnitten des Nephrons zusammen, die durch Reabsorption von Bikarbonat sowie durch Elimination und Pufferung nicht flüchtiger Säuren zu einem ausgeglichenen Säure-Basen-Status des Organismus beitragen.

Beschreibung

Die durch enterale Aufnahme oder durch Stoffwechselprozesse entstehenden nicht flüchtigen (fixen) Säuren, normalerweise 60–80 mmol/Tag, müssen vollständig durch die Nieren ausgeschieden werden (  Säure-Basen-Stoffwechsel). Die Nieren bewirken die Säure-Basen-Regulation mit mehreren Teilfunktionen:
  1. 1.

    Rückgewinnung des filtrierten Bikarbonats im proximalen Tubulus

     

HCO3gelangt mit 25 mmol/L ins Glomerulumfiltrat. Bei 180 L Filtrat/Tag ergibt sich eine Bikarbonatmenge von ca. 4500 mmol, die in 24 Stunden zu reabsorbieren ist. Diese Leistung wird zu 80 % von den proximalen Tubuluszellen erbracht, die mit 2...

Literatur

  1. Karim Z, Attmane-Elakeb A, Bichara M (2002) Renal handling of NH in relation to the control of acid-base balance by the kidney. J Nephrol 15(suppl 5):128–134Google Scholar
  2. Rodriguez-Solano J (2000) New insights into the pathogenesis of renal tubular acidosis – from functional to molecular studies. Pediatr Nephrol 14:1121–1136CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.HamburgDeutschland

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