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Penicillamin

  • D. MeißnerEmail author
  • T. Arndt
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Synonym(e)

 D-Penicillamin

Englischer Begriff

penicillamine

Definition

Synthetisch hergestelltes Spaltprodukt des Penicillins, das als Chelatbildner therapeutische Anwendung findet.

Beschreibung

Das Hauptanwendungsgebiet des Penicillamins ist die Therapie des Morbus Wilson. Das gespeicherte Kupfer wird als wasserlösliches Chelat gebunden und über die Nieren ausgeschieden. Auch bei akuten und chronischen Vergiftungen mit  Blei-,  Cadmium-,  Gold-,  Kobalt-,  Quecksilber- und  Zinkverbindungen kann Penicillamin angewendet werden. Weitere Anwendungsgebiete sind Cystinurie, chronisch aggressive Hepatitis und primär biliäre Zirrhose. Bei der Therapie mit Penicillamin ist als unerwünschte Nebenwirkung mit der Ausschwemmung aller chelatbildenden Metalle zu rechnen. Deshalb ist der Status der essenziellen Spurenmetalle, speziell von Zink,  Kupfer und  Selen, während der Therapie regelmäßig zu kontrollieren.

Literatur

  1. Feist D (2003) Diagnostik und Therapie des Morbus Wilson. Dt Ärztebl 100:B1213Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.DresdenDeutschland
  2. 2.Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbHIngelheimDeutschland

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