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Mischfeldagglutination

  • K. KleesiekEmail author
  • C. Götting
  • J. Diekmann
  • J. Dreier
  • M. Schmidt
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

mixed field agglutination

Definition

Mikroskopischer Nachweis von zum Teil agglutinierten und freien Zellen in einer Zellsuspension von Erythrozyten, die mit antierythrozytären Antikörpern inkubiert wurden ( Agglutinationstest). Die Mischfeldagglutination wird in der Immunhämatologie verwendet, um erste Hinweise über Erythrozytenpopulationen und Natur des Antikörpers zu bekommen.

Funktion

Mischfeldagglutinationen werden beobachtet, wenn 2 phänotypisch unterschiedliche Populationen von Erythrozyten in der Zellsuspension vorhanden sind, z. B. ein Patient mit der Blutgruppe A die Transfusion eines Erythrozytenkonzentrats der  Blutgruppe 0 erhalten hat oder im Blut schwangerer Frauen fetale Erythrozyten nachweisbar sind. Eine exzellente Methode, um das Vorhandensein zweier unterschiedlicher Erythrozytenpopulationen zu zeigen, ist die Säulenagglutinationstechnik ( Säulenagglutinations-Test). In dieser Technik verbleibt eine Erythrozytenpopulation auf der Säulenoberfläche, die andere bedeckt deren Boden.

Darüber hinaus wird eine Mischfeldagglutination auch in phänotypisch singulären Erythrozytensuspensionen gefunden, wenn die Erythrozyten eine relativ geringe Antigendichte (z. B. bei einer schwache Varianten der Blutgruppe A) besitzen oder der Antikörper nur einen sehr geringen Titer aufweist. So findet man bei Lutheran-Antikörpern ( Lutheran-(LU-)Blutgruppensystem) eine charakteristische Mischfeldagglutination mit großen Agglutinaten und vielen frei suspendierten Erythrozyten. Der diagnostische Hinweis einer Mischfeldagglutination muss immer durch weitere Methoden geprüft werden. Beispielsweise wenn die Erythrozytensuspension einer schwangeren Rh-negativen Frau aufgrund der Anwesenheit zirkulierender fetaler Erythrozyten eine Mischfeldagglutination zeigt und dies ohne weiteren methodischen Beleg für das Vorliegen des Rh-Merkmals Dweak gehalten wird.

Literatur

  1. Kiefel V(Hrsg) (2010) Transfusionsmedizin: Grundlagen – Therapie – Methodik, 4. Aufl. Springer, Berlin/Heidelberg/New YorkGoogle Scholar
  2. Klein HG, Anstee DJ (2014) Blood transfusion in clinical medicine, 12. Aufl., first edition by Mollison. Blackwell Publishing, LondonGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • K. Kleesiek
    • 1
    Email author
  • C. Götting
    • 2
  • J. Diekmann
    • 3
  • J. Dreier
    • 4
  • M. Schmidt
    • 5
  1. 1.Institut für Laboratoriums- und TransfusionsmedizinHerz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen, Ruhr-Universität BochumBad OeynhausenDeutschland
  2. 2.MVZ Labor Limbach Nürnberg GmbHNürnbergDeutschland
  3. 3.Institut für Laboratoriums- und TransfusionsmedizinHerz- und Diabeteszentrum NRWBad OeynhausenDeutschland
  4. 4.Institut für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin, Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-WestfalenUniversitätsklinik der Ruhr-Universität BochumBad OeynhausenDeutschland
  5. 5.Institut für Laboratoriums- und TransfusionsmedizinUniversitätsklinik der Ruhr-Universität BochumBad OeynhausenDeutschland

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