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Lymphozyten, gereizte

Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Synonym(e)

 Virozyten

Englischer Begriff

virocyte

Definition

Große transformierte Lymphozyten bei Virusinfektionen.

Die Abbildung zeigt einen gereizten Lymphozyten, charakteristisch ist auch die Anschmiegung des Zytoplasmasaums an die Erythrozyten (1000×, May-Grünwald-Giemsa-Färbung):

Beschreibung

Gereizte Lymphozyten sind morphologisch darstellbare größere Lymphozyten (s.  Lymphozyt) mit einem verbreiterten hell- bis dunkelbasophilen Zytoplasmasaum und häufig feiner azurophiler Granulation. Der Nachweis dieser transformierten Lymphozyten im peripheren Blut ist ein Hinweis auf einen viralen Infekt, wobei differenzialdiagnostisch in erster Linie eine Toxoplasmose, Rubeolen, Hepatitiden und eine EBV-Infektion infrage kommen. Gereizte Lymphozyten mit dunklerem, breiterem Zytoplasmasaum, die an Plasmazellen erinnern, werden als Türck’sche Reizformen bezeichnet. Differenzialdiagnostisch muss auch an eine Leukose gedacht werden, da die transformierten Zellen morphologisch Blasten ähneln können.

Literatur

  1. Theml H, Diem H, Haferlach T (2002) Taschenatlas der Hämatologie, 5. Aufl. Georg Thieme Verlag, Stuttgart, S 66–69Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Laboratoriumsmedizin, MikrobiologieBlutdepot und Krankenhaushygiene, Regionale Kliniken Holding RKH GmbHLudwigsburgDeutschland

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