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Liquor-Monozyten

  • T. O. KleineEmail author
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

CSF monocytes

Definition

Monozytoidzellen (1–3 % der CSF-Leukozyten), gewandert durch zirkumventrikuläre Organe aus Blut in Ventrikelliquor und aus Lymphflüssigkeit in Ductus thoracicus in lumbalen CSF ( Liquor cerebrospinalis), um sich nach Aktivierung an zellulärer Immunüberwachung des Zentralnervensystems (ZNS) zu beteiligen ( Zelluläre Immunüberwachung des ZNS (HLA-DR+ Lymphozyten)).

Beschreibung

Monozytoidzelle (Durchmesser 10–20 μm, Lebenszeit ca. 14 Stunden) mit großem zentralen Kern von wabiger Struktur ohne Nukleoli, umgeben von viel körnigem Zytoplasma ohne Granula. Aktivierte Monozytoidzellen mit 1–3 Nukleoli haben mikrobizide Potenz durch Fähigkeit zur Phagozytose, angedeutet durch Einschlüsse im Zytoplasma; wandern mit Pseudopodien wie  Monozyten im Blut. Makrophagen sind aktivierte Monozytoidzellen mit erkennbarem phagozytierten Material (z. B. Mikroben, Gewebsmaterial).

Diagnostische Bedeutung.

(Aktivierte) Monozytoidzellen sind vermehrt in CSF bei unspezifischer meningealer Reizung, z. B. nach Contusio cerebri, Luftenzephalographie, Ischämie oder Blutung im ZNS; bei Tumorinfiltration und Entzündung in CSF.

Literatur

  1. Kleine TO, Flury R, Tritschler W (1977) Liquorzytologie mit vorgefärbten Objektträgern. Dtsch Med Wschr 102:1216–1221CrossRefPubMedPubMedCentralGoogle Scholar
  2. Kölmel HW (1976) Atlas of cerebrospinal fluid cells. Springer, Berlin/HeidelbergCrossRefGoogle Scholar
  3. Oehmichen M (1976) Cerebrospoinal fluid cytology. Georg Thieme Verlag, StuttgartGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Laboratoriumsmedizin und PathobiochemieMolekulare Diagnostik Standort Marburg, Referenzlabor für Liquordiagnostik, UKGM Universitätsklinikum Gießen und MarburgMarburgDeutschland

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