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Alloalbumine

  • A. M. GressnerEmail author
  • O. A. Gressner
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

alloalbumin; paralbumin; bisalbumin

Definition

Selten auftretende, durch Einzelpunktmutation bedingte genetische Albuminvarianten mit veränderter elektrophoretischer Mobilität ohne klinische Bedeutung.

Beschreibung

Seit der Erstbeschreibung im Jahr 1955 durch P.G. Scheurlen (1955) sind weltweit mindestens 23 genetische Albuminvarianten beschrieben worden (z. B.  Albumin Kashmir, Kartago, Kenitra, Torino u. v. a.), die auf Einzelpunktmutationen zurückzuführen sind. Etwa 25 % der bekannten Mutationen sind in einem Sequenzsegment zwischen Position 354 und 382 lokalisiert. Kumulative Häufigkeiten in Europa und Japan liegen bei ca. 1:3000. Die heterozygote, autosomal kodominant vererbte Alloalbuminämie wird bei Routineuntersuchungen aufgrund unterschiedlicher elektrophoretischer Mobilität der leicht strukturvarianten Albumine zufällig entdeckt, die höhere („fast variant“) oder langsamere („slow variant“) Wanderungsgeschwindigkeit haben können und als Bisalbumin(ämie) imponieren (Doppelgipflichkeit des  Albumins). Klinische Bedeutung besitzen Alloalbumine nicht.

Literatur

  1. Scheurlen PG (1955) Über Serumeiweißveränderungen beim Diabetes mellitus. Klin Wochenschr 33:198–205PubMedCrossRefGoogle Scholar
  2. Somos S (1996) Alloalbuminaemia as a curious laboratory finding. Clin Chim Acta 254:73–76PubMedCrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Labor Dr. Wisplinghoff BerlinBerlinDeutschland
  2. 2.Labor Dr. Wisplinghoff KölnKölnDeutschland

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