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Hippursäuretest

  • T. ArndtEmail author
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

hippuric acid test

Definition

Heute obsoleter Belastungstest zur Erfassung der Detoxifizierungsleistung der Leber.

Beschreibung

Der Test wurde im Jahr 1933 von Armand James Quick ( Quick, Armand James) als Leberfunktionstest eingeführt. Nach oraler Gabe von Benzoesäure (z. B. Gabe von 6 g Natriumbenzoat in 200 mL Wasser) wurde die  Hippursäure ausscheidung im in den folgenden 4 Stunden gesammelten Urin gemessen. Eine Variante mit intravenöser Gabe von 1,77 g Natriumbenzoat in 20 mL innerhalb 5 Minuten und Harnsammlung über die folgende Stunde wurde ebenfalls beschrieben.

Da die Konjugation von Benzoesäure und Glyzin im Wesentlichen in der Leber erfolgt, wurde die Hippursäureausscheidung mit der Detoxifizierungsfähigkeit der Leber korreliert. Eine verminderte Hippursäureausscheidung galt als Ausdruck eines Enzymmangels und/oder einer Leberparenchymschädigung. Eine eingeschränkte diagnostische Aussagekraft, z. B. bei Nierenfunktionsstörungen und extrahepatischen Gallengangsobstruktionen, insbesondere aber der Mangel an routinetauglichen, akkuraten Hippursäureanalysemethoden schränkten die Bedeutung des Hippursäuretests ein. Heute wird er nicht mehr angewandt.

Literatur

  1. Henry RJ, Cannon DC, Winkelmann JW (Hrsg) (1974) Clinical chemistry principles and technics. Harper & Row Publishers, HagerstownGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbHIngelheimDeutschland

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