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Glutamin

  • A. C. SewellEmail author
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Synonym(e)

 Gln

Englischer Begriff

glutamine

Definition

Proteinogene α-Aminosäure und Amid der  Glutaminsäure.

Struktur

 Aminosäuren.

Molmasse

146,1 g.

Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination

Gln entsteht aus Glutaminsäure durch Einwirkung von Glutaminsynthetase. Es wird zu Succinat in 3 Reaktionsschritten abgebaut.

Pathophysiologie

Gln ist bei Menschen die häufigste natürlich vorkommende nicht essenzielle Aminosäure. Gln besitzt vielfältige Funktionen, u. a. DNA-Synthese, Proteinsynthese und Regulierung des renalen  Säure-Basen-Stoffwechsel ( Ammonium-Bildung). Bei schweren katabolischen Zuständen muss Gln supplementiert werden. Gln wird als Ergänzungsmittel bei „Bodybuilding“ eingesetzt.

Probenstabilität

Wie Asn ist Gln sehr instabil. Die Probe muss bei 4 °C aufbewahrt werden, um für 24 h stabil zu sein.

Untersuchungsmaterial – Entnahmebedingungen

Serum, Plasma, Liquor, Urin. Cave: Instabil – Abbau zu Glutaminsäure. Daher müssen Plasmaproben innerhalb 20 min nach Blutentnahme enteiweißt und bei −20 °C aufbewahrt werden.

Analytik

 Aminosäuren.

Referenzbereiche

 Aminosäuren.

Indikation

Diagnostik von  Harnstoffzyklusstörungen und Hepatopathien. Gln/NH3-Quotienten <1,6 werden auch bei transienter neonataler Hyperammonämie oder Leberbypass gesehen.

Literatur

  1. Bremer HJ, Duran M, Kamerling JP et al (1981) Disturbances of amino acid metabolism: clinical chemistry and diagnosis. Urban & Schwarzenberg, Munich/BaltimoreGoogle Scholar
  2. Duran M (2008) Amino acids. In: Blau N, Duran M, Gibson KM (Hrsg) Laboratory guide to the methods in biochemical genetics. Springer, Berlin, S 53–90CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.IngelheimDeutschland

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