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Glutamat-Decarboxylase

  • K. J. LacknerEmail author
  • D. Peetz
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Synonym(e)

 EC 4.1.1.15;  GAD

Englischer Begriff

glutamic acid decarboxylase

Definition

Katalysiert die Reaktion L-Glutamtat → 4-Aminobutanoat + CO2 und ist damit in die Synthese von GABA (s.  γ-Aminobuttersäure als Neurotransmitter) involviert.

Beschreibung

Beim Menschen existieren 2 Formen, Glutamat-Decarboxylase 1 mit 67 kDa (GAD-67) und 2 mit 65 kDa (GAD-65). Letztere ist ein wichtiges Autoantigen in der Pathogenese des Diabetes mellitus Typ 1 und wird dort diagnostisch genutzt. Sie ist eines der Inselzellantigene, die in der indirekten Immunfluoreszenz ( Immunfluoreszenz, indirekte) zusammen mit IA-2 einer zellulären Tyrosinphosphatase unter dem Begriff Inselzellantikörper (ICA;  Autoantikörper gegen Pankreasinseln) zusammengefasst werden. Außerdem werden hochtitrige Antikörper gegen GAD-65 bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen wie dem Stiff-Person-Syndrom oder der limbischen Enzephalitis gefunden und diagnostisch eingesetzt. Die GAD-67 kommt in 3 Splicevarianten vor, deren Funktion noch offen ist. Eine, GAD-25, ist enzymatisch inaktiv.

Literatur

  1. Lampasona V, Liberati D (2016) Islet autoantibodies. Curr Diab Rep 16:53CrossRefGoogle Scholar
  2. Vincent A, Bien CG, Irani SR, Water P (2011) Autoantibodies associated with diseases of the CNS: new developments and future challenges. Lancet Neurol 10:759–772CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Klinische Chemie und LaboratoriumsmedizinUniversitätsmedizin MainzMainzDeutschland
  2. 2.Institut für LabormedizinHelios Klinikum Berlin-BuchBerlinDeutschland

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