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Gaucher-Zelle

Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

Gaucher cell

Definition

Lipidbeladene Zellen retikuloendothelialen Ursprungs bei Morbus Gaucher.

Beschreibung

Gaucher-Zellen sind das typische morphologische Korrelat des Morbus Gaucher, der häufigsten lysosomalen Speicherkrankheit vom Typ der Sphingolipidosen. Besonders zahlreich sind diese Zellen in Milz, Leber, Knochenmark und Lymphknoten nachweisbar. Pathophysiologisch liegt ein Mangel des lysosomalen Enzyms β-Glukosidase zugrunde, der zu einer Akkumulation von Glukosylceramid, einem toxischen Zwischenprodukt des Gangliosidmetabolismus, in diesen Zellen führt. Die Gaucher-Zelle ist groß (durchschn. 20–100 μm), der Kern rund oder oval und oft exzentrisch gelegen. Es können auch mehrkernige Gaucher-Zellen vorkommen. Das Zytoplasma ist blassrosa mit stäbchenförmigen Einschlüssen. Die Gaucher-Zelle zeigt eine Autofluoreszenz, im Zytoplasma kann eine tartratresistente saure Phosphatase nachgewiesen werden, und sie ist PAS-positiv.

Literatur

  1. Parwaresch MR, Radzun HJ, Nachbaur D et al (1992) Erkrankungen des Monozyten-/Makrophagensystems. In: Huber H, Löffler H, Pastner D (Hrsg) Diagnostische Hämatologie. Springer, Berlin/Heidelberg/New York, S 786–789Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Laboratoriumsmedizin, MikrobiologieBlutdepot und Krankenhaushygiene, Regionale Kliniken Holding RKH GmbHLudwigsburgDeutschland

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