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Gallepigmente

  • A. M. GressnerEmail author
  • O. A. Gressner
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Synonym(e)

 Gallefarbstoffe

Englischer Begriff

bile pigments

Definition

Gallepigmente entstehen durch den Abbau des Hämoglobins ( Hämoglobin) und des daraus erzeugten Bilirubins im Intestinaltrakt und treten in Serum, Urin, Galle und Fäzes als Bilirubin, Urobilinogen, Urobilin, Sterkobilinogen und Sterkobilin auf.

Beschreibung

Die verschiedenen Gallepigmente Urobilinogen ( Urobilin(ogen)), Urobilin ( Urobilin(ogen)), Sterkobilinogen ( Sterkobilin(ogen)), Sterkobilin( Sterkobilin(ogen)) werden im Darm durch mikrobiellen oxidoreduktiven Abbau des Bilirubins ( Bilirubin) erzeugt und vorwiegend mit dem Fäzes exkrementiert. Eine kleinere Fraktion von 10–15 % wird reabsorbiert und erreicht über die enterohepatische Zirkulation die Leber, wo eine erneute Elimination in den Darm erfolgt. Eine Fraktion von <2 % der Gallepigmente wird mit 1,0–3,5 mg/Tag renal eliminiert. Der ausgeschiedene Hauptmetabolit im Fäzes ist Sterkobilin (40–280 mg/Tag). Die genannten Metabolite sind für die Braunfärbung des Stuhls und die Urinfärbung verantwortlich.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Labor Dr. Wisplinghoff BerlinBerlinDeutschland
  2. 2.Labor Dr. Wisplinghoff KölnKölnDeutschland

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