Advertisement

Entscheidungsgrenze

  • T. ArndtEmail author
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

decision limit; cut-off

Definition

Legt fest, bis zu welchem Messergebnis ein normaler oder negativer Befund und ab welchem ein abnormaler oder positiver Befund vorliegt.

Beschreibung

Die Entscheidungsgrenze kann die untere oder obere Grenze des Referenz- oder Graubereichs sein und ist damit für die Entscheidung, ob eine Erkrankung vorliegt oder nicht, von Bedeutung. Der Begriff wird auch häufig im Zusammenhang mit toxikologischen Untersuchungen benutzt, bei denen anhand der Entscheidungsgrenze ( Cut-off-Wert), d. h. einer definierten Grenzkonzentration eines Analyten, über den positiven oder negativen Nachweis z. B. einer Droge entschieden wird. Um eine maximale forensische Sicherheit zu erlangen, wird die Entscheidungsgrenze gewöhnlich höher als die Nachweisgrenze des Analysenverfahrens angesetzt, d. h., trotz sicheren Nachweises von Drogenspuren (deutlich über der Nachweisgrenze) kann der Endbefund negativ (nicht nachweisbar) ausfallen, wenn die ermittelte Drogenkonzentration zwischen Nachweisgrenze und Entscheidungsgrenze (also unterhalb dieser) liegt.

Literatur

  1. Büttner J, Stamm D (1995) Ärtzliche Verwendung von klinisch-chemischen Befunden. In: Greiling H, Gressner M (Hrsg) Lehrbuch der Klinischen Chemie und Pathobiochemie. Schattauer Verlag, Stuttgart/New YorkGoogle Scholar
  2. Külpmann WR (Hrsg) (2002) Klinisch-toxikologische Analytik. Wiley-VCH, WeinheimGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbHIngelheimDeutschland

Personalised recommendations