Palliative Versorgungsnetze – Viele Wege führen nach Rom

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Part of the MedR Schriftenreihe Medizinrecht book series (MEDR)

Zusammenfassung

Palliativversorgung kann für eine Vielzahl von Diagnosen und Patientengruppen nötig werden, wobei der Schwerpunkt zu Unrecht in Deutschland heute noch mit einem Anteil von 70 bis 95 % der versorgten Patienten auf den malignen Erkrankungen liegt. Im Fokus der Öffentlichkeit stehen somit im Zusammenhang mit Palliativversorgung insbesondere die onkologischen Erkrankungen. Eine „palliativ-ärztliche Haltung“ – Symptomlinderung und ganzheitliche (vierdimensional: körperlich, sozial, psychisch und spirituell) Begleitung der Kranken, daraus folgend eine palliative Versorgung – ist aber auch in hohem Maße wünschenswert bei dem weiten Spektrum nicht heilbarer internistischer, neurologischer, pädiatrischer u. a. Erkrankungen. So kann bei einer fortgeschrittenen Herzinsuffizienz, bei Lungenfibrose, amyotropher Lateralsklerose, bei genetischen Störungen, Muskeldystrophien und auch bei den Demenzerkrankungen u. v. m. durch eine palliative Beratung und Palliativversorgung die Lebensqualität entscheidend gebessert werden und das Leid der betroffenen Angehörigen maßgeblich gelindert werden. Der noch geringe Anteil der Patienten mit geriatrischen, neurologischen, internistischen und anderen Erkrankungen, die eine Palliativversorgung erhalten, nimmt in erfreulichem Umfang zu.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Deutschen PalliativStiftungFuldaDeutschland

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