Bericht über den Vierten Kongress für Heilpädagogik in Leipzig, 11.–15. April 1928 pp 122-124 | Cite as
Die Vorbeugung des Krüppeltums durch orthopädische Maßnahmen
Zusammenfassung
Dieses hier nur schlaglichtartig aufzuzeigende Thema, scheinbar erst durch die soziale Not unserer Zeit ans Tageslicht gehoben, zeigt sich bei Verfolgen der Menschheitsgeschichte, im weiteren Sinne der Eugenetik gefaßt, als ein schon den ältesten Kulturepochen nicht unbekanntes Problem. Mit Eintritt des Menschen in die Welt beginnt als erste und stärkste Willensäußerung der Kampf um seine körperhafte Existenz, mit dem Ziel, ihr in der Nachkommenschaft reinste Fortdauer zu verleihen. Noch ist es im Anfang die Natur selbst, die Lebenskräftiges von Krüppelhaftem, notwendig Untergehendem, sondert. So vereinen sich Naturschicksal und Körperwille, um nur dem lebenskräftigen Menschen Daseinsrecht zu sichern.
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