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Arsenspeicherung und -ausscheidung nach Einverleibung von Salvarsanserum- und Salvarsanwasserlösungen

Inaugural-Dissertation
  • Hans Bergmann

Zusammenfassung

Aus der Jenaer Hautklinik sind einige Arbeiten hervorgegangen, die die Giftigkeit, die Ausscheidung, die klinische Wirksamkeit von Salvarsanserumlösungen im Vergleich zu Salvarsanwasserlösungen zum Gegenstand haben. Von v. Schubert und Spiethoff, die ganz unabhängig voneinander Salvarsaneigenserumlösungen anwendeten, stammen die ersten Veröffentlichungen. Spiethoff stellte die Frage von vornherein auf tierexperimentelle Grundlage und zog zuerst die Giftigkeit, dann die Ausscheidung in den Kreis der Untersuchungen. Bei Auflösung des Salvarsans in H20 stellte Spiethoff folgendes fest: Bei einer Dosis von 0,45 g Reinsalvarsan pro kg Kaninchen betrug die Mortalität 100%. Von den vier gespritzten Tieren starben zwei schon nach einigen Stunden, je eins nach einem und drei Tagen. Bei einer Dosis von 0,3 g auf das kg Reinsalvarsan starben 90% der Tiere; die überlebte Zeit betrug einige Stunden bis zu 18 Tagen. Die Toleranzdosis war pro kg Kaninchen 0,15 g Reinsalvarsan. Günstiger wurden die Verhältnisse bei der Lösung des Salvarsans im arteigenen Serum. Die Dosis von 0,45 g Reinsalvarsan überstand kein Tier. Die Überlebungstage waren aber größer als bei H20-Lösungen, sie betrugen 1,10 und 22 Tage.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1918

Authors and Affiliations

  • Hans Bergmann
    • 1
  1. 1.BarmenDeutschland

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