Zusammenfassung

Auf der im Jahre 1908 zu Bad Nauheim abgehaltenen Hauptversammlung der Freien Vereinigung Deutscher Nahrungsmittelchemiker wurde von Fiehe ein neues Verfahren zur Unterscheidung und Erkennung von Honig und Kunsthonig sowie zum Nachweis von Honigverfälschungen bekannt gegeben1). Das Verfahren beruht auf dem verschiedenen Verhalten von Kunsthonig und echtem Honig gegen eine Lösung von Resorzin in rauchender Salzsäure. Nach den Angaben von Fiehe gibt ein ätherischer Auszug von Kunsthonig, nach dem Verdunsten des Äthers mit einigen Tropfen dieser Resorzinlösung befeuchtet, eine anfangs gelbe bald intensiv kirschrote Färbung, während bei der Prüfung von Naturhonig keine derartige Farbstoffbildung eintritt. Das Verfahren ist von Fiehe und auch bereits von anderer Seite an zahlreichen Honigsorten erprobt und im allgemeinen bestätigt worden2); über die Ursache für das Auftreten der Rotfärbung ist jedoch bisher nur soviel bekannt geworden, als die bei der Inversion von Zucker mit Säuren durch weitere Zersetzung der Lävulose entstehenden Nebenprodukte die Farbreaktion zu veranlassen scheinen.

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Literatur

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    Anmerkung bei der Korrektur: Nach einer jüngst erschienenen Mitteilung von v. Rau m e r (Zeitschr. f. Unters. d. Nahrungs- und Genußmittel 1909 Bd. 17 S. 120) gibt reine Lävulinsäure die Reaktion nicht. Ein chemisch reines Präparat von Merck ließ keine Reaktion erkennen, so daß v. Raumer vermutet, früher mit einer nicht reinen Lävulinsäure gearbeitet zu haben.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1911

Authors and Affiliations

  • K. Keiser
    • 1
  1. 1.Kaiserlichen GesundheitsamteDeutschland

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