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Die arbeitsrechtlichen Behörden „Korporationen“

  • Ulrich Heinersdorff
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Zusammenfassung

Es wäre nach der Bestimmung des Gesetzes möglich gewesen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer wenigstens in den übergeordneten Verbänden zu vereinigen — ebenso wie ja auch Geistes- und Handarbeiter gemeinsame übergeordnete Verbände habenl. Aber auch das haben die Anhänger der gemeinsamen Verbände nicht erreichen können. Ein Ersatz dafür sollten die staatlichen Behörden werden, die als Verbindungsorgane die Syndikate vereinigen. Unmittelbar im Anschluß an die Bestimmung, daß die Syndikate allein Arbeitgeber oder allein Arbeitnehmer umfassen können, heißt es im gleichen Artikel des Arbeitsgesetzes : „Die Verbände von Arbeitgebern und die von Arbeitnehmern können vereinigt werden durch zentrale Verbindungsorgane mit einem gemeinsamen höheren Behördenaufbau, wobei aber die getrennte Vertretung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer und, wenn die Syndikate mehrere Arten von Arbeitern umfassen, auch die getrennte Vertretung jeder Kategorie bestehen bleibt.“ Dazu bestimmt die Ausführungsverordnung, daß in einem solchen Falle die vereinigten Syndikate getrennt als juristische Personen bestehen bleiben, die Verbindungsorgane aber keine juristischen Personen sind, sondern staatliche Behörden, die durch Verordnung des Ministers der Korporationen eingerichtet werden. Die Korporationen — man hat diesen Behörden den Namen gegeben, den früher die gemeinsamen Syndikate haben sollten — werden für das ganze Königreich nach Produktionsgruppen eingerichtet, so daß es wahrscheinlich sechs Korporationen entsprechend den je sechs Spitzenverbänden auf beiden Seiten und vielleicht noch eine siebente Korporation für die freien Berufe geben wird.

Notes

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1930

Authors and Affiliations

  • Ulrich Heinersdorff
    • 1
  1. 1.DüsseldorfDeutschland

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