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Einleitung

  • Ulrich Heinersdorff
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Zusammenfassung

„Die italienische Nation ist ein Organismus, dessen Ziele, dessen Leben und dessen Tatkraft durch ihre Dauer und ihre Macht über die Einzelnen übergeordnet sind, die getrennt oder in Gruppen die Nation bilden. Sie ist eine moralische, politische und wirtschaftliche Einheit, die im Fascistischen Staat wesentlich verwirklicht wird.“ So lautet die erste Erklärung der Carta del Lavoro, der großen Programmschrift des Fascistischen Staatesl. Hiermit wird zunächst die Nation, der Staat, über alles andere gestellt. „Nichts außerhalb des Staates, nichts gegen den Staat, alles für den Staat !” Deshalb soll ein Kampf der Interessen Einzelner oder einzelner Gruppen im Staate nur so weit zulässig sein, als seine Interessen nicht gefährdet werden. So ist auch die fascistische Wirtschaftsauffassung lediglich die, daß das Wirtschaftsleben dem Interesse des Staates dienen soll. Daneben ist die Frage der Wirtschaftsform — Kapitalismus, Sozialismus, Kommunismus —nicht eine Prinzipienfrage, sondern eine Frage nach der besten Methode. Gegenwärtig betrachtet der Fascismus die private Initiative in der Wirtschaft als das wirksamste Mittel im Interesse der Nation’. Er erkennt daher die kapitalistische Wirtschaft an, aber „da die private Organisation der Wirtschaft eine Funktion im nationalen Interesse ist, ist der Organisator eines Unternehmens dem Staate für die Leitung verantwortlich“3: Aus Zweckmäßigkeitsgründen findet daher ein Eingreifen des Staates in das Wirtschaftsleben erst dann statt, wenn die private Initiative fehlt, ungenügend ist oder staatliche Interessen auf dem Spiele stehen.

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Notes

Literatur

  1. 1.
    Über die Carta del Lavoro siehe Kapitel II.Google Scholar
  2. 2.
    Wir glauben nicht an die Programme, an die Schemata... wir glauben nicht an die einzige Lösung — sei es im Wirtschaftlichen, im Politischen oder im Moralischen —, nicht an eine lineare Lösung des Lebens.“ Müssouxi: Diuturna S. 272.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1930

Authors and Affiliations

  • Ulrich Heinersdorff
    • 1
  1. 1.DüsseldorfDeutschland

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