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Zusammenfassung

Die Griechen haben ein so eigentümlich und mannigfach gegliedertes Land bewohnt wie kaum ein anderes Volk der Erde: hier schneebedeckte, durch Gestaltung und Färbung die Phantasie anregende Gebirgszüge, die sich oft in steinigen Abhängen jäh zur Ebene hinabsenken; dort von waldbewachsenen Bergen herabrauschende Flüsse und Bäche mit breiten fruchtbaren Thälern und blinkende, tief in das Land einschneidende Meeresbuchten mit zahlreichen Fischen. Schon diese physische Gestaltung des Landes schlofs die Möglichkeit der Einheit, die Lust an Eroberungen aus, der Mangel eines üppig fruchtbaren Ackerbodens in den meisten Landschaften wies die Bewohner auf Entwickelung eigener Thatkraft hin. Zum Handelsverkehr und zur Kolonieen-Gründung einladend, den Mut und das Selbstvertrauen weekend, spült an das Land fast auf allen Seiten das schimmernde Meer mit der ionischen und ägäischen See, und aus beiden erhebt sich eine reiche Inselwelt. Darüber wölbt sich ein reiner und heiterer H im m e 1, und weht eine feucht-warme, doch nicht erschlaffende, die Brust elastisch hebende Seeluft. Mannigfach abgestuft in den verschiedenen Landschaften ist das Klima, aber nirgends die menschliche Thätigkeit wesentlich beeinträchtigend; nicht herrschen hier des Nordens düstere Nebel, nicht weite Schneeflächen, wohl aber fahren gewaltige Stürme von Meer zu Meer, tosen starke Gewitter, stürzen Regengüsse und Hagelwetter zur Erde nieder.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1901

Authors and Affiliations

  • W. Kopp

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