Über den Kraftbedarf in der Industrie und seine Deckung

Die Industrie der Stromerzeugung
  • M. Gerbel

Zusammenfassung

Zur Deckung des Kraftbedarfes stand in den ältesten Zeiten nur die Menschenkraft zur Verfügung und auch dort, wo mehrere Betriebe nach damaligen Begriffen eine gemeinsame Krafterzeugung hatten, wurden die Zentralmaschinen durch Menschenkraft (z. B. Tretmühlen), später auch tierische Kraft (Pferdemühlen, Göpel u. dgl.) betrieben. Der nächste Schritt in der Entwicklung der Kraftbedarfsdeckung war die Verwendung der Energie des fließenden Wassers in verschieden ausgebildeten Wasserrädern, deren weitere Vervollkommnung zu den Wasserturbinen führte. Die Anwendung der Wasserkraft hat einen großen Einfluß auf die Lage der einzelnen Betriebe ausgeübt. Sie mußten den Wasserläufen nachgehen; dadurch war die damalige Industrie in der Wahl des Standortes sehr beschränkt. Erst die Einführung der Wärmekraftmaschine hat in dieser Hinsicht einigermaßen Wandel geschaffen, obwohl auch hier zunächst die Nähe der Kohlengruben bevorzugt wurde.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1930

Authors and Affiliations

  • M. Gerbel
    • 1
  1. 1.Maschinenbau und ElektrotechnikWienÖsterreich

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