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Wie Bögern wechselt mit Ueberraschen, aber ebenfalls nicht auf angenehme Weise

  • Jeremias Gotthelf
Part of the Birkhäuser Klassiker book series (BIRKK)

Zusammenfassung

So verzögerte sich die Ausführung einige Tage, bis endlich die Mutter nachgab und erkannt wurde, es müsse dem Johannes geschrieben werden, daß er die Sache alsbald verrichte. Aber wer sollte schreiben? Die Mutter konnte nicht, Joggeli war eine Feder ärger zuwider als ein angezündet Schwefelholz unter der Nase. Elisi schmierte endlich einen Bogen voll, von dem aber erkannt wurde, den könne man nicht abgehen lassen, denn der gelehrteste Prosessor könnte nichts daraus machen. Elisi heulte, aber damit entstand kein verständlicher Brief. Joggeli mußte endlich das Wort geben, er wolle morgen selbsten einen machen. Am Morgen fiel es Joggeli plötzlich ein, heute sei der Tag, an welchem der Lehenzins versallen sei, und nun plagte ihn die Neugierde, ob Uli wohl zahlen werde oder nicht. Er hatte gesehen, daß der Müller Korn geholt, hatte auch die Zahl der Malter sich gemerkt, den Preis zu vernehmen gesucht und daraus geschlossen, Uli werde im Sinn haben zu zahlen. Joggeli hatte nicht Angst, er könne um seine Sache kommen, aber er freute sich auf das Geld. Kinder und alte Leute find auch darin Sich ähnlich, daß sie gern mit Geld spielen, es zählen, es rollen lassen durch die Finger, Häuschen machen, es durcheinander wersen, es transportiren aus einem Sack in den andern Sack.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1886

Authors and Affiliations

  • Jeremias Gotthelf

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