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Von Verträgen und allerlei Künsten und Kniffen

  • Jeremias Gotthelf
Part of the Birkhäuser Klassiker book series (BIRKK)

Zusammenfassung

Bald waren drei Jahre verflossen, seit Uli die Pacht angetreten hatte. Der Akkord war ziemlich vorsichtig geschlossen, Dank dem Bo-denbauer, welcher in solchen Dingen Erfahrung hatte. Es ist wohl nichts schwerer, als solche Akkorde so abzufassen, daß nicht jeder Artikel ein Thor zu Mißhelligkeiten oder zu einem Prozesse wird. Esgiebt Spitzbuben von Lehnsherren, hohe und niedere, welche eine eigene Kunstfertigkeit im Abschließen solcher Verträge haben, eine Kunstfertigkeit ähnlich der, welche Katzenhändlern eigen ist. Es soll nämlich solche geben, welche so geschickt eine gekaufte Katze zu enthäuten wissen, daß dieselbe lebendig davon läuft und unversehens ihren früheren Eigenthümern vor der Thüre fitzt. Solche Pachtherren giebt es, welche regelmäßig alle ihre Pächter enthäuten, fo daß diese fich noch glücklich preisen, wenn sie endlich mit dem nackten Leben entrinnen können. Solche Pachtherren hat man nicht bloß in Irland, sondern auch in der Schweiz und zwar Liberale von Farbe. Kurios!

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1886

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  • Jeremias Gotthelf

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