Blindenanstalten, Werkstätten, Heime

  • G. Kühn

Zusammenfassung

Der Gedanke, die Blinden in ihrer Gesamtheit, eben weil sie blind sind, im schulpflichtigen Alter zu sammeln, um ihnen durch Unterricht und Erziehung zu einem menschenwürdigen Dasein zu verhelfen, ist nicht sehr alt; denn noch bis vor etwa 150 Jahren überließ man selbst in den europäischen Kulturländern lichtlose Menschenkinder ihrem Schicksal, ohne im mindesten für sie zu sorgen. Man glaubte, genug getan zu haben, wenn man sie auf ihrem Bettelwege nicht störte. Der bettelnde Blinde, wie ihn bereits das Alte Testament schildert, war somit eine alltägliche und selbstverständliche Erscheinung im derzeitigen öffentlichen Leben. Als Objekt des allgemeinen Mitleids und der öffentlichen Wohltätigkeit führte er durch Jahrhunderte hindurch ein elendes Pariadasein und durfte an geistige oder berufliche Ausbildung nicht denken.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1927

Authors and Affiliations

  • G. Kühn
    • 1
  1. 1.KielDeutschland

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